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Jens-Martin Möller

Dr. Jens Martin Möller

Dr. Jens-Martin Möller († 2000) war einer der Pioniere der zeitgenössischen Geomantie, Er war vor allem durch seine geomantischen Arbeiten in der "Sonnenstadt Karlsruhe" bekannt geworden. Das von ihm entdeckte und beschriebene "Pentagramm von Karlsruhe" - eine sich über 1000 Quadratkilometer erstreckende, aus Orientierungslinien bestehende geometrische Figur im Umland von Karlsruhe - wurde zu einem der meistzitierten und -diskutierten geomantischen Konzepte Ende der 80er-Jahre im deutschsprachigen Raum. Mit seinem 1988 erschienenen Buch "Geomantie in Mitteleuropa" gehörte Dr. Möller mit zu den Geomantie-Pionieren in Deutschland. Seine Forschungen über das vielseitige Beziehungsgefüge von Ausrichtungslinien und Leys in Mitteleuropa hatten nachhaltigen Einfluss auf Ideen und Meinungen anderer Forscher. Bekannt und namensprägend wurde hier vor allem auch die über viele tausend Kilometer von West nach Ost verlaufende "Gralslinie", die berühmte Orte, die im thematischen Zusammenhang mit dem Gralsmythos stehen, wie Chartres, Nantes, Orleans, Troyes, Karlsruhe, Maulbronn, Schwäbisch-Hall, Wolframseschenbach u.a., miteinander verbindet. Insbesondere beschäftigte den geachteten Mikrobiologen, Gründer und Leiter der "kosmosophischen Gesellschaft" und Herausgeber der "Zeitschrift für Kosmosophie" auch das Leben von Kaspar Hauser, den er wie schon Rudolf Steiner vor ihm als "versprengten Atlantiden" beschrieb. Ihm widmete er umfangreiche Forschungen in seinem Buch "Mythos einer Sonnenstadt". Seit Mitte der 90er-Jahre zog sich Dr. Möller zunehmend aus der geomantischen Lehre zurück, da er seine Forschungsarbeit im Konflikt mit spirituellen Interessensgemeinschaften sah. Wie bei jeder empirischen Forschung erscheinen heute, nachdem sich andere von Dr. Möllers Ideen haben anregen und begeistern lassen, manche seiner Thesen in anderem Licht. Dennoch ist Jens Martin Möllers Beitrag zur öffentlichen Rezeption der modernen Geomantie gerade aufgrund seines sehr persönlichen Charakters nicht hoch genug einzuschätzen und wird ihm ein bleibendes Gedenken bewahren.
                 (Zitiert aus dem Nachruf, abgedruckt in der Zeitschrift Hagia-Chora, Juli 2000)

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